Licht & Überlagerung: Schichten, die Tiefe geben
Wie additive/Überlagerungsebenen wirken.
Wie additive/Überlagerungsebenen wirken.
Licht ist nicht nur Beleuchtung; in der Gestaltung ist es ein zentrales Mittel, das Tiefe und Atmosphäre schafft. Durch das Schichten von Glanzlichtern, Schatten und durchscheinenden Flächen entsteht der Eindruck von räumlicher Wirkung. Überlagerungstechniken ermöglichen es, mehrere Ebenen in einem Bild zu vereinen, ohne den Betrachter zu überlasten. Ein sanftes Leuchten lenkt den Blick auf einen Schwerpunkt, während ein weicher Verlauf Hintergrund und Vordergrund verbindet. Im Benutzeroberflächen-Design sind Überlagerungen praktisch: Dialogfenster und Hinweise erscheinen über dem Inhalt, dürfen jedoch nie aufdringlich wirken. In der Bewegtbildgestaltung erzeugen dynamische Lichtüberlagerungen natürliche Effekte und bereichern die Erzählweise. Licht zu beherrschen bedeutet zu verstehen, wie Helligkeit, Richtung und Streuung die Wahrnehmung prägen. Zu starkes Licht macht eine Komposition flach, zu schwaches verbirgt entscheidende Details. Die Aufgabe des Gestalters ist es, ein Gleichgewicht zu finden: genug Klarheit für Orientierung und genug Geheimnis, um Neugier zu wecken. Eine durchdachte Überlagerung macht ein Bild zugleich verständlich und emotional. Klug eingesetztes Licht ist kein Schmuck, sondern eine Sprache, die Gefühle unmittelbar anspricht.